Lernen und Konstruktivismus

Lernen aus konstruktivistischer Sicht

Lernen bedeutet, Eigenes gestalten, nicht die Abbildung von Vorgegebene

Zentrale Begriffe im konstruktivistischen Lernen:

  • Selbstorganisation: Neues Wissen wird aufgrund von bereits vorhandenen Informationen, Erfahrungen und Vorstellungen verarbeitet, wobei wir die Informationen, die wir wahrnehmen, nicht zufällig, sondern aufgrund unserer lebensgeschichtlichen Entwicklung wahrnehmen.
  • Daraus ergibt sich nach G.ROTH eine „kohärente Wahrnehmungswelt“, die uns vor Verwirrung und Überlastung durch willkürliche Informationsaufnahme schützt
  • Viabilität: Wenn zwischen dem Wissen und der Umwelt eines Menschen eine Passung besteht, ist dieses Wissen viabel
  • Ist Wissen nicht mehr viabel, (also Wissen und Umwelt im Ungleichgewicht), muss der Mensch umlernen, um eine erneute Passung herzustellen – Weiterbildung
  • Reframing: ist dann notwendig, wenn sich Wissen als nicht mehr viabel erweist, d. h., eine Umdeutung ist erforderlich
  • Pädagogische Begründung des Reframing: die eigenen Interessen mit denen der Gemeinschaft in Einklang bringen
  • Sprache: Die Konstruktion und Rekonstruktion der Wirklichkeit geschieht mit Hilfe der Sprache
  • Wittgenstein: Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt
  • Differenzen der lebensgeschichtlichen geprägten Erfahrungen müssen verbalisiert werden – Sprache als Auftrag der Bildungsarbeit
  • Toleranz: Da Wirklichkeit subjektiv ist, muss Toleranz gegenüber fremden Wirklichkeiten geübt werden
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