Lernen und Verstehen

Viel lernen bedeutet nicht viel zu verstehen – Gilt für Schule genauso wie das Studium oder einfach den Alltag. Gibt auch genug Leute, die viel Zeit in Sport stecken, aber trotzdem nicht muskulös sind und auch nicht viel fitter als andere.

Wenn du falsch lernst, dann macht es keinen Unterschied, ob du 10h deiner Zeit damit vergeudest oder 20 oder 30. Bedeutet nicht automatisch, dass du dumm bist. Bedeutet nur, dass du nicht gelernt hast richtig/effektiv zu lernen. Vielleicht hängt es bei manchen schon an Basissachen, die man nicht verstanden hat aber dann einfach versucht hat das darauf aufbauende zu lernen, weil das dann jetzt gefragt war.

Ich sollte mal jemandem in der 10Klasse(?) in der Schule beibringen, wie man chemische Gleichungen ausgleicht – denn das würde im Unterricht in der kommenden Leistungskontrolle abgefragt werden. Nur hatte er keinen Plan von den Grundlagen (Atomhüllenmodelldingens mit Kern und Elektronenzeug, Bindungen, Atome/Ione/Metalle, PSE Stellung und Bedeutung).

Ohne das kann er aber nicht wirklich chemische Gleichungen aufstellen geschweige denn richtig ausgleichen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es auch andere Gründe haben kann, außer Unfähigkeit es „je lernen zu können, weil IQ“. Lernen und Verstehen kann manchmal eben auf Vorkenntnissen aufbauen und wenn man die im Unterricht in der Vergangenheit nicht gelernt hat sieht man als Schüler oder STudent eben ziemlich alt aus.

Jemand der bei den Grundlagen zb nicht 100% dabei war, wird oft über spätere Sachen stolpern. Chemische Gleichungen aufstelle kann man zb aus der hohlen Hand versuchen. Wenn man das PSE lesen kann, hat das aber einige Vorteile. Lesen kann man das aber auch nur, wenn man vorangegangene Sachen im Kopf hat etc pp. Wenn die Sachen fehlen, kann man nicht korrekt Gleichungen aufstellen, egal wie lang man Gleichungen aufstellen übt.

Mein Psychologieprof hatte auch mal alle Vorlesungen online hochgeladen. Diese zu gucken war seiner Meinung nach aber schlechter als live die Vorlesung zu erleben, weil isso. Vorteile von wegen man könne Passagen, die man (zb auch nur akustisch) nicht verstanden hat, noch einmal anhören, sah er nicht als so großen Vorteil. Zu Zeiten zu kucken, wo man sich besser konzentrieren könne, tat er auch ab als unwichtig.

Zudem hatte er auch gesehen, dass die meisten Leute die online-Videos nur für 10-15 Minuten laufen ließen. Er interpretierte dies dahingehend, dass die meisten immer nur kurze Zeit investierten und sich die Vorlesungen in Teilstücken anschauten. Dieses stückchenhafte anschauen der Volesungen wäre lerntechnisch nicht effektiv. Vorlesungen mit einem alten Mann vorne stehend, der jedes Jahr immer wieder das selbe erzählt waren also als besser bewiesen und sowohl verstehen als auch lernen zuträglicher. Der Prof sah sein Dasein als berechtigt bewiesen.

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